Birgit Lammermann
Psychotherapie und Logopädie
 
 

Logopädie

Das logopädische Tätigkeitsfeld erstreckt sich von der Prävention und Diagnostik über die Beratung hin zur individuellen, spezifischen Therapie von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen.

Das ressourcenorientierte therapeutische Vorgehen und die Zielsetzung erfolgen stets in Abstimmung mit dem Patienten bzw. den Bezugspersonen des Kindes sowie den behandelnden Ärzten. Hierdurch wird eine kontinuierliche, flexible und individuelle Anpassung des therapeutischen Prozesses gewährleistet.

Logopädische Therapie im Kindesalter

Zu den vielen Dingen, die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung lernen müssen, gehört auch die Fähigkeit, sich sprachlich zu äußern. Kinder eignen sich die Muttersprache systematisch an, Schritt für Schritt. Dabei schreiten sie vom Einfachen zum Komplexen so voran, dass das zuvor Gelernte die Voraussetzung für den nächsten Schritt bildet. Im Rahmen der logopädischen Therapie soll das Kind in seiner sprachlichen Entwicklung unterstützt und gefördert werden, damit es altersentsprechend mit seiner Umwelt kommunizieren kann.

Die Therapie ist notwendig bei:

  1. Sprachentwicklungsstörungen (Artikulationsstörungen, nicht altersentsprechender Wortschatz- bzw. grammatikalischer Entwicklung),
  2. Wahrnehmungsstörungen,
  3. Hörstörungen,
  4. Sprechstörungen
  5. Störungen des Redeflusses (Stottern oder Poltern)

Logopädische Therapie für Erwachsene

Rehabilitation der Sprache und des Sprechens: Eine wichtige Funktion des Gehirns ist die Fähigkeit zur sprachlichen Kommunikation mit der Umwelt. Infolge von Schlaganfällen, neurologischen Erkrankungen oder Unfällen mit Schädel-Hirn-Verletzungen kann es zum teilweisen oder völligen Verlust der kommunikativen Fähigkeiten kommen. Die Logopädie befasst sich mit der Diagnose und Behandlung solcher Funktionsausfälle sowie der Angehörigenberatung in diesem Bereich.

Die Therapie ist notwendig bei:

  1. Aphasie (nach Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Verletzungen),
  2. Dysarthrie (bei neurologischen Erkrankungen wie z.B. Multipler Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose, Morbus Parkinson)

Logopädische Therapie bei Störung des Redeflusses

Eine nicht angepasste Sprechgeschwindigkeit erschwert häufig die Kommunikation mit der Umwelt. Durch die logopädische Therapie sollen eine individuelle Anpassung des Redeflusses und eine Stärkung der kommunikativen Ressourcen erfolgen.

Die Therapie ist notwendig bei:

  1. Stottern,
  2. Poltern (überhastetes Sprechen)

Logopädische Therapie bei Störung des Stimmfunktion

Durch organische Schädigungen oder funktionelle Fehlbeanspruchung kann es zu einer mehr oder weniger deutlichen Beeinträchtigung der Stimmfunktion kommen. Das übergeordnete Ziel der logopädischen Behandlung ist es, die physiologische Stimmfunktion soweit wie möglich wiederherzustellen bzw. Ersatzmechanismen anzubahnen.

Die Therapie ist notwendig bei:

  1. funktionell bedingten Stimmstörungen
  2. organisch bedingten Stimmstörungen (z.B. Stimmlippenlähmungen)
  3. Laryngektomie (Kehlkopfentfernung)

Kosten

Die Kosten für die logopädische Therapie werden durch gesetzliche Krankenkassen übernommen, wenn ein Arzt eine Heilmittelverordnung hierfür ausstellt. Je nach Vertragslage übernehmen auch private Krankenkassen die Kosten.